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20

Jun

2011

Gewinner und Verlierer

In unserer Welt ist alles darauf ausgelegt, dass man gewinnt oder verliert. Schon unsere Kinder lernen Spiele, bei denen einer verlieren kann und ein Anderer gewinnen. Täglich lesen oder hören wir in den Nachrichten, wer zu den scheinbaren "Gewinnern" zählt oder wer zu den "Verlierern" gehört.

Ganz oben oder ganz unten. Dazwischen gibt es doch kaum noch was.

Nun weiß ich aber, dass es viele Kulturen auf diesem Erdball gibt, die keine Spiele kennen bei denen jemand verlieren kann.

So haben zum Beispiel viele Aboriginee-Kinder in Australien gelernt, dass gemeinsame Kraft benötigt wird, um etwas Grosses zu schaffen.

Viele Kinder dieser Kultur kannten lange Zeit keine Spiele wo jemand verlieren konnte oder gewinnen konnte! Ein Blatt wurde in kleine Teile zerrissen und gemeinsam schafften sie es, das Blatt wieder zusammen zu setzen.

Wenn wir alle unsere Kräfte zusammentun würden, wieviel mehr könnten wir bewegen um uns gemeinsam eine schöne Welt zu schaffen?

Warum lernen wir von Klein auf, gegeneinander zu arbeiten, anstatt miteinander?

Immer mehr bringe ich meinem Sohn bei, dass es unwichtig ist, der Beste, Schnellste, Größte, Tollste, Gescheiteste oder der Lauteste zu sein. 

Manchmal hat er nachdem er aufgegessen hatte gerufen: "Ich bin der Gewinner!" (weil er als Erster fertig war mit Essen)

Ich habe ihm dann immer erklärt: "Es geht nicht darum, wer als Erster fertig ist, sondern darum, wie gut es dir geschmeckt hat, wie sehr du das Essen genossen hast, ob es dich satt gemacht hat und ob du dich gefreut hast darüber, dass du etwas zu essen hast".

Langsam versteht er das und es beeindruckt ihn dann auch nicht mehr sonderlich, wenn sein Bruder "ERSTER!" schreit nach dem Essen. (das hat ihn früher oft total geärgert, er hat getobt und geschrien wenn er "verloren" hat)

 

Hat man "gewonnen", wenn man ein Haus, ein Auto, einen teuren Urlaub und viel Geld am Konto hat?

Gehört man wirklich zu den Verlierern, wenn man das alles nicht hat?

Kommt es dabei nicht einfach auf die innere Einstellung an, kann man nicht viel glücklicher sein, ohne etwas zu besitzen und viel unglücklicher, depressiv, überfordert oder gestresst, wenn man dauernd drauf achten muss alles zu haben, macht das nicht enorm Druck?

 

Was brauchen wir wirklich?

 

Jeder darf das für sich ausmachen, wieviel er wirklich BRAUCHT und wieviel Energie er dafür aufwendet, sich das alles zu erschaffen- incl. den Denkmustern. Manchmal lebt man viel leichter wenn man aufhört, gewinnen zu wollen.

Da fällt eine große Last ab und man IST einfach nur noch.

 

Ich will jedenfalls einfach nur LEBEN. Einfach SEIN.

 

 

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Kommentare: 7

  • #1

    wasserlilie (Montag, 20 Juni 2011 12:57)

    *g*
    es erinnert mich an das Glitzern in den Augen
    Babys haben es wenn sie lachen..
    einige Kinder haben es noch
    die meisten Erwachsenen haben es verloren..

    ich habe mein Glitzern noch..
    meine Kinder auch..

    es ist für mich das im Hier und Jetzt einfach sein und Lachen und glücklich sein mit dem was ist

  • #2

    Manfred (Montag, 20 Juni 2011 13:00)

    Genau das alles, liebe Sonja, ist den meisten Menschen verloren gegangen, seit sie sich (gerne, möcht' ich zusetzen) manipulieren lassen ... wovon und von wem auch immer (wissen wir beide wohl) - aber die Möglichkeit, diese Erkenntnis zu erlangen, ist ebenfalls blockiert, mit großem Erfolg - das Regelment auf Erden hat längst ein andrer übernommen ...
    mandi

  • #3

    INA-Lena (Montag, 20 Juni 2011 13:02)

    Ja, das ist auch mein Gedanke - einfach nur SEIN dürfen. Das ist in unserer materiellen Welt ziemlich schwierig, aber ich versuche es immer wieder :-)
    Balast abwerfen - ob das Kleiderschrank entrümpeln, Keller ausräumen oder überflüssige "Freundschaften" entsorgen - erleichtert das Leben und auch die Seele/das Herz. Ich finde dies immer wieder beglückend :-)
    Ganz liebe Grüße von INA

  • #4

    birgit (Montag, 20 Juni 2011 19:12)

    jajaja
    ich kann nur nicken und zustimmen
    versuch das immer wieder den menschen in meinem umfeld zu vermitteln
    nicht so einfach
    meist lachen sie über mich
    aber naja
    allerliebste grüße
    birgit

  • #5

    Elke (Dienstag, 21 Juni 2011 13:14)

    Hallo Sonja!

    Ja, ich weiß was Du meinst.
    Ich habe mir auch immer den Mund fusselig geredet, daß es viiiiiiiieeeeeel wichtiger ist Spaß beim Spielen zu haben als schneller wie die Anderen zu sein.
    Leider wird den Kinder dieses Siegerstreben ja schon in der Volksschule eingetrichtert.
    Ich habe mich beim 1x1 immer so geärgert.
    Viel wichtiger als der Schnellste zu sein ist es doch richtig zu rechnen.........

    Dieses Leistungsdenken macht einfach nur krank. Auch, weil man vor lauter hetzen die kleinen schöne Dinge übersieht.

    Allerdings habe ich festgestellt, daß reden gar nichts nutzt.
    Da bleibt einem nichts anderes übrig als einfach mit gutem Beispiel voranzugehen.
    Wenn ICH langsam mache (z.B. beim Spaziergang), dann wird meine Familie ausgebremst. Da hat sich dann schon manches schöne Erlebnis draus entwickelt.

    Und so versuche ich es in möglichst vielen Dingen zu tun.
    Hat allerdings gedauert bis ich diese Erkenntnis gefunden habe..............

    Liebe Grüße
    ELKE

  • #6

    Katja (Samstag, 25 Juni 2011 09:56)

    Wie wahr dieser Eintrag ist :) Sollte ich mal Kinder haben, werde ich mal darauf achten, dass ich Ihnen auch andere Spiele beibringe :)

  • JimdoPro
    #7

    Sonja (Samstag, 25 Juni 2011)

    hab ich heute morgen geschrieben:


    vielleicht hab ich zu oft gesagt, dass ich „nur bin“
    denn nur zu sein zehrt auch am sinn.
    ich existiere nur, bin sehr im SEIN
    fühle mich vollkommen leer und besenrein,
    bin wie ein grashalm in der steppe,
    spür mich nicht,
    da ist kein schatten, ist kein licht,
    da ist NICHTS, so viel davon, dass es unfassbar ist.
    als ob zu viel davon das individuum frisst.
    habe aufgehört, zu wollen, aufgehört zu tun,
    auch die tausenden gedanken die mal da warn, ruhn.
    keine rituale mehr, keine zeremonie,
    kein trommeln, keine melodie,
    einfach NICHTS,
    ein hohler knochen der nicht nimmt und auch nicht gibt.
    weder hasst noch liebt,
    lebensreichtum, völlig durchgesiebt,
    nur noch die essenz vom sein, ein wassertropfen der im meer versinkt,
    ein sandkorn in der wüste, das dem wind entrinnt.
    alles rund um mich bewegt sich nur ich stehe still.
    bewegungslos, kein wunsch, nichts was ich will.







    ein hohler knochen

    in der ferne

    donnergrollen

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