Da ich heute Zeit für mich hatte und keine Kinder zu Hause hatte, packte ich den Rucksack und marschierte hinter unserem Haus runter zur Ybbs, zur alten Eisenbahnbrücke und ging die Schienen entlang durch den Opponitzer Tunnel nach Seeburg.
Als ich so unterwegs war, dachte ich an eine Freundin in Hollenstein und kam auf die Idee, die 14 Kilometer in den Nachbarort auf der alten Bahntrasse der stillgelegten Ybbstalbahn zu gehen.
Ich rief also bei ihr an und fragte sie, ob sie abends Zeit hätte, mich zurück nach Hause zu bringen und sie sagte zu.
Ich ging dann weiter über Hohenlehen und Kleinhollenstein, durch Seimannslehen nach Großhollenstein.
Unterwegs begegneten mir Mufflons, Hirsche und Hirschkühe, Bussarde, eine vertrocknete Kröte lag zwischen den Schienen, ein Eidechsen-Skelett, das Skelett eines kleinen Rehkitzes, (vermute ich mal) ich fand viele Knochen und sah in einem Gehege Bisons, die mir staunend hinterher sahen, begegnete einem Hund der es gewohnt ist hunderte Autos täglich zu sehen, der aber wohl noch nie eine Frau mit Rucksack gesehen hat, jedenfalls hatte sein Herrchen ordentlich Mühe, ihn zurück zu rufen, bevor er mich auffressen konnte. *schwitz*
In Kleinhollenstein machte ich eine kleine Pause an der Ybbs die ich für ein Ritual nutzte, um meinem Sohn einen guten Flug zu wünschen. Er wird in wenigen Tagen zu seinem Papa nach Oberösterreich ziehen und das Ritual sollte helfen, mir das Loslassen zu erleichtern und ihm eine gute Reise zu ermöglichen.
Durch eine Kastanienalle ging ich, Kräuter und Blumen hab ich gepflückt und meiner Freundin mitgebracht und mir tut jetzt jeder einzelne Knochen weh. *uff*
Nach einer heißen Dusche wird ich mich jetzt in eine dicke Decke kuscheln und es mir gemütlich machen.
Kommentare: 7
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#1
hej
da bist du heut wirklich weit gelaufen
ohje das loslassen das ist ein thema das mich noch immer heftigst traurig macht
wünsch dir und euch alles gute
lg birgit -
#2
Da warst aber heut tüchtig, ist ganz schön weit.
Wir waren einige Stunden vor dir da aber mit dem Auto, beim Tierarzt.
Hab genau geschaut, das goldene Tor gesehen. Dann die Kapelle, die Hütte undas Haus. Jetzt weis ich wo ihr Haus wohnt. grins! -
#3
auaauaaua mir tut alles weh und mir is kaaalt *bibber*
ich trink jetzt einen heissen kakao und geh ins bett.
ich war SÄÄÄÄHR tüchtig! *nick* fast ein bissl zu tüchtig. meine armen zehen.... und wadln..... und alles....
und das mit dem loslassen geht, wenn ich mir immer wieder sage: HAUPTSACHE ER IST GLÜCKLICH. das ist das wichtigste. wenn er glücklich ist, geht es mir auch gut.
alles liebe, sonja
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#4
Hallo Sonja!
Das mit dem weit gehen und das mit die Füß' nachher spüren kenn ich vom Jakobsweg - 950km in 49 Tagen... Unlängst hab ich eine Jakobspilgerin zu Fuß quer durch Wien begleitet, sie war am österreichischen Jakobsweg von Wolfsthal unterwegs und wollte auch Wien zu Fuß durchqueren. Und da hab ich wieder einmal gemerkt, daß der Spruch stimmt: Du warst nur dort wirklich, wo du zu Fuß hingegangen bist. Wir gingen eine Strecke, die ich vielleicht hundert mal gefahren bin in der letzten Zeit, und ich sah ein schönes Jugendstilhaus, das mir vorher nie aufgefallen ist.
Wir sind meist zu schnell unterwegs.
Paul :-) -
#5
lieber paul, ich hab gestern mehrmals an dich denken müssen und hab mich gefragtm, wie die pilger das machen. man glaubts ja gar nicht, dass selbst eine strecke die man gerade dahin läuft anstrengend wird. man meint ja, wenns net bergauf geht, schafft man das locker.... aber das geht schon rein. und aus erfahrung vom wandern weiß ich, das beste mittel gegen die schmerzen ist: "WEITERGEHEN".
hatte heute nacht dazu noch ziemliche nierenschmerzen weil ich gestern abend nassgeschwitzt mit der freundin vorm haus saß und da eiskalter wind ging..... bin erst um 4 uhr eingeschlafen und glücklicherweise gehts jetzt wieder.
naja, nächstesmal weiß ich: jacke mitnehmen, auch wenns warm ist während man wandert. der jakobsweg würd mich eh auch mal reizen....
und: ich geh GERN zu fuß weil man die die kleinsten wunder auch sehen kann. ;-)
alles liebe, paul! -
#6
Hallo Sonja
scöne Gegend bei Dir. Auch bei uns gibt es schöne Ecken. Gruß LS68 / Lars von Sagen.at -
#7
ich glaube ja, dass die ganze erde ein wundervoller planet ist der von grund aus immer und überall schön ist. die wahre kust besteht darin, die wunder zu sehen. und auch, das wunder natur zu erhalten um es auch der nachwelt noch zeigen zu können...
liebe grüße und danke für deinen kommentar, ich freu mich dich hier zu sehen. ;-)
alles liebe, sonja 
DAS YBBSTALER RAABENWEIB