Do
10
Nov
2011
Ein großes DANKESCHÖN!
Liebe Leute, eins muss ich schon auch mal sagen: Ich werde dauernd gelobt und beglückwünscht für die Arbeit die ich mit dem Schenk-Raum mache, aber was wär meine Arbeit, wenn ich euch nicht hätte, die mir dauernd was zukommen lassen. Also ohne euch geht gar nix. Drum geb ich das viele Lob gleich weiter an euch, und bitte einfach nur darum, dass sich der Gedanke weiterverbreitet und ansteckend wirkt und sich weiterhin so viel ermöglichen lässt!
Meine Tochter ist gestern grade zu der Zeit von der Arbeit heim gekommen, als die Flüchtlinge den Schenkraum kurz zuvor gestürmt hatten. Sie erzählte, dass sie sich auf dem Heimweg vom Bus gewundert hätte, dass ihr so viele lachende, glücklich aussehende Flüchtlinge entgegen gekommen sind. Sie sagte, alle hätten laut aufgeregt durcheinander gequatscht, sie hätte bemerkt, dass die Leute, die normalerweise eher unauffällig sind, gelacht haben und glücklich aussahen- und erst als sie dann zu unserem Haus kam, fiel ihr ein, dass ja SCHENKRAUM- Tag war.
Als ich gestern bei einer Frau nachfragte, die mir Geschirr versprochen hatte, sagte sie, sie würde es mir doch nicht geben, weil es so alt wäre- und sie würde es lieber zum Altstoff-Sammelzentrum bringen, sie würde sich schämen dafür. Ich habe dann einige Minuten mit ihr geredet und sie überredet, es nicht weg zu werfen, sondern mir trotzdem zu bringen. Sie stellte es mir vor die Tür, ich stellte die zwei großen Kisten Geschirr in den Schenkraum. 10 Minuten später war ALLES weg. Ich habe zugesehen, wie zwei Männer übers ganze Gesicht strahlend die Kisten geschleppt haben um ihren Frauen eine Freude zu machen.
Worüber ich heute schmunzeln musste: Sogar Leute die im Alltag sowas von ausländerfeindlich und rassistisch sind, dass ich es kaum aushalte, ihnen im Umgang mit den Flüchtlingen zuzusehen, haben mir Sachen aufs Grundstück gestellt. Sie kamen zwar nicht die Treppe hoch und haben es unten neben der Strasse hingestellt, aber es ist für mich trotzdem ein Zeichen, dass sogar diese Leute sich annähern. Ich hab mich gestern im ersten Augenblick geärgert, dass sie nichtmal raufkommen, aber heute aus diesem Blickwinkel betrachtet muss ich darüber lachen und freue mich, dass es Fortschritte gibt in Sachen Annäherung.... Es ist ja nicht nur das SCHENKEN an sich, das der Schenkraum fördert, sondern eben auch der RAUM in dem sich die Leute begegnen können. Und offensichtlich gelingt auch das. Das freut mich ganz besonders. :-)))
Kommentare: 4
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#1
ich gratuliere dir auch Sonja, da siehst du was du "anrichtest" ... wenn du dein Herz sprechen und handeln lässt ... einfach toll... vor den Vorhang !!!!
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#2
Meine Liebe, das ist wie eine wundersame "Lawine", die Du da in Gang gebracht hast. Weil Du einen Weg aufgezeigt hast, sind viele Leute mit aufgesprungen und sogar diese, von denen man nix erwartet hat, kommen und geben (wenn auch verdruckst und anonym, aber auch hier hat sich was bewegt - bei manchen Menschen muß man auch für die kleinsten Schritte dankbar sein). Auch wenn Du den Dank liebevollerweise an Deine Spender weitergibst, hast Du Ihnen die Möglichkeit dazu gegeben - vllt. hätten sie sich sonst nie mit dem Thema beschäftigt ... wer weiß. Du wandelst auf jedenfall Unaufmerksamkei in Geben um und das ist wundervoll.
Ich drück und knutsch Dich ganz fest - Deine Freundin INA -
#3
Schön, wir brauchen mehr Raabenweiber und -männer ;-)
Liebe Grüsse und *knuddl*
Udo -
#4
Liebe Sonja,
Du bist einfach KLASSE!
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Perino 
DAS YBBSTALER RAABENWEIB