Di

22

Nov

2011

Ein pochendes Herz

Das Projekt „Schenk-Raum Flüchtlingshilfe“ hat mir in der letzten Woche einige schlaflose Nächte beschert. Ich hatte das Gefühl, es würde mich überrollen- denn es blieb nicht bei einem Tag in der Woche sondern wurde ein Fulltime-Job, Leute kamen und kommen nicht nur am geplanten Mittwochnachmittag sondern eigentlich an jedem Wochentag, dazwischen Anrufe, jemand bringt etwas, jemand holt etwas, ein Haufen Organisation und herumfahren von Ardagger über Konradsheim bis Amstetten und auch das Interview trug seinen Teil dazu bei, ich war nervös, stehe normalerweise nicht so gerne im Mittelpunkt und bin, wie manche hier wissen eigentlich etwas „Menschenscheu“… Mein Mann fragte mich einmal: "Warum tust du dir das eigentlich alles an?"
Ich wusste keine Antwort darauf. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es sein muss und gut ist, wie es ist.
Nervös machte mich das Gefühl, es größer machen zu müssen, einen Verein zu gründen, ein Spendenkonto zu eröffnen, usw… und auch die Tatsache, dass es nicht nur einfach ein Raum ist, der von selbst läuft, sondern ich nehme Reservierungen für bestimmte Dinge entgegen, organisiere sie, hole sie teilweise ab, lege sie dann zur Seite, merke mir, wer was bestellt hat, verteile die Sachen dann während der Schenkraum-Zeit, aber auch dazwischen.
Und weil es sich mittlerweile gesundheitlich nicht so gut auf mich auswirkt, habe ich heute beschlossen, Klarheit zu schaffen, mir Zeit zu nehmen und auf meine eigene Art mal zu schauen, was die „andere Seite“ dazu sagt. Ich habe deshalb eine schamanische Reise zum Projekt Schenkraum- Flüchtlingshilfe gemacht.

Ich habe also heute in meiner Geisterkammer eine Räucherung angezündet, Kerzen angezündet, mich energetisch gereinigt (mit Kerzenlicht, Rauch und Feder) danach habe ich meine Rassel in die Hand genommen und zu rasseln begonnen, die Augen geschlossen und einfach nur geschaut, welche Bilder kommen.
Das erste Bild zeigte den Schenkraum als pochendes Herz…
Der Schenk-Raum ist ein Zentrum, das gleichzeitig Energie an alle Richtungen abgibt, als auch Energien aus allen Richtungen anzieht. Somit ist es ein Raum voller Kraft und voller Bewegung, der pulsiert wie das Herz eines Löwen. Ich bin der menschliche Wächter dieses Raumes und als Dirigent zuständig, für das lenken der Energien. Der Löwe ist der geistige Wächter des Schenk-Raumes, er lässt nur rein was rein soll und achtet darauf, dass alles ausgeglichen ist. Er ist an meiner Seite und hilft mir, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Ich lasse alle Zweifel gehen und lasse das Vertrauen seine tragenden Flügel öffnen. Alles ist im Fluss und bewegt sich so, wie es gut ist für mich und alle die mich umgeben. Alles wird genauso passieren, wie es vorhergesehen ist und ich darf zusehen, wie es sich entwickelt und von selbst entsteht. Ich sehe auch Begleiter an meiner Seite, ich werde nicht alleine sein.
Ich frage gedanklich, ob es gut ist, einen Verein zu gründen und ein Spendenkonto zu eröffnen, ob es gut ist, was ich an Werbung für den Raum betreibe, ob es den Flüchtlingen auch wirklich HILFT, usw…
Die Antwort ist einfach: Vertraue. JETZT. Ich brauche nichts dazu beitragen. Es entwickelt sich alles von selbst und ich bin nicht alleine. Ich habe Helfer an meiner Seite, die mit mir dieses Projekt tragen werden.
Gut.
Ich bedanke mich bei meinen geistigen Helfern für die Antworten und fühle mich nun um einiges leichter.

 

Sonja

Kommentar schreiben

Kommentare: 8

  • #1

    Tatzelwurm (Dienstag, 22 November 2011 10:17)

    Hallo Sonja,

    ob es den Flüchtlingen wirklich hilft, das siehst Du an ihren Gesichtern. ;-)

    Wenn Du noch zögerst einen Verein zu gründen - der erfordert ja auch ziemlich viel Zeit - wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass Dir die Flüchtlinge selbst bei Deiner vielen Arbeit helfen?
    Dem einen oder andern ist es vielleicht langweilig, außerdem ist das eine Möglichkeit die neue Sprache schneller zu lernen.

    Liebe Grüße, Monica

  • #2

    Christa (Dienstag, 22 November 2011 10:27)

    Ich kann mich Monica nur anschliessen, laß die Flüchtlinge mitarbeiten und organisieren, ich denke, sie wären stolz, mithelfen zu dürfen, dann empfinden sie es nicht so als Almosen, sondern sie leisten dafür etwas. Manche Dinge gehören vielleicht repariert oder genäht und geflickt.
    Das wären dann ebenfalls Helferan deiner Seite.
    Alles Liebe Christa

  • JimdoPro
    #3

    Sonja (Dienstag, 22 November 2011 10:38)

    hallo ihr lieben! nein, das ist es nicht. es ist eher so, dass ich leute brauche, die sich mit der gesetzlichen lage in österreich auskennen, die wissen, wie ein spendenkonto funktioniert, wie das dann mit dem finanzamt läuft, die das projekt mit mir auf dauer machen würden- dazu kann ich die flüchtlinge nicht einteilen weil die ja nicht ständig da sind, sondern mal kommen welche, mal gehen welche, die wenigsten sind fix da oder können dann auch bleiben und gesetzlich dürfen sie ja auch gar nix ausser da sein. (also für einen verein brauche ich soviel ich weiß jemanden als kassenführer und dann müssen da die vereins-ststuten aufgesetzt werden, usw... ich hab keinen schimmer von sowas und brauche leute, die sich da mit mir zusammen setzen und mir das erklären und helfen und mit mir den verein leiten wollen.

    und dann bewegt sich auch etwas in die richtung, dass auch in anderen orten schenk-räume gemacht werden. eine frau hat sich schon gemeldet, die würde sowas in st. leonhard machen, wo es auch ein flüchtlingshaus gibt. es wird also ein netzwerk.... das ist gut... :-)

  • #4

    Alena (Dienstag, 22 November 2011 11:25)

    Hallo Sonja!

    Wahrscheinlich bist Du schon selbst drauf gekommen, aber frag doch mal einen schon bestehenden Verein in Deiner Umgebung, was Du alls brauchst. Vielleicht findest Du in diesem umfeld jemanden, der Dich da an die Hand nehmen kann.

    Gruß, Lene

  • #5

    Waltraud (Dienstag, 22 November 2011 15:08)

    Liebe Sonja!
    Mir wär das zu aufwändig, einen Verein zu gründen. Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft etwas, wenn mehr Deinem guten Beispiel folgen. Oder eine bestehnde Organisation nimmt das in die Hand. Es geht ja nicht nur um die Struktur - wer verwaltet das Geld und wer verteilt wie an wen? Außerdem finde ich den Gedanken der Weitergabe von Gegenständen sehr sinnvoll. Sie können auch noch wertvoll für jemanden sein - ohne dass gleich Geld im Spiel ist. Du wirst das Richtige tun. LG
    Waltraud

  • #6

    Joe White Wolf (Dienstag, 22 November 2011 16:19)

    Liebe Sonja!

    Du hast meine volle Bewunderung für dieses Projekt und daher ist auch mir der Weg zu Dir und Deinen Aktionen auch niemals zu weit. In meiner Gedankenwelt gibt es schon lange eine Organisation von Schenkräumen über den gesamten Planeten. Ich weiß, es ist eine Vision! Aber auch Thomas Alva Edison hatte eine Vision und wir haben heute die Glühbirne!
    Wir brauchen Visionen um etwas zu bewegen!
    Wir brauchen Pioniere, die einen unebkannten oder unbequemen Weg gehen!

    Der Schenkraum ist ein Teil einer Vision eines wundervollen Netzwerkes und Du bist eine der Pionierinnen, von denen wir ALLE etwas lernen können!
    Du fragts nicht lange, sondern setzt eine Aktion! Und am Ende des Tages zählen immer nur die Resultate!

    Ich möchte Dir hiermit, bei dieser Gelegenheit DANKEN, dass Du den unbequemen Weg auf Dich nimmst und ihn für die Flüchtlingsfamilien gehst. Menschen, die Du manchmal noch gar nicht kennst. Menschen, die ebenso ein Herz in sich tragen unddurch Deine Initiative entdecken, dass es auch immer noch Menschen in ihrem Umfeld gibt, die ihnen wohl gesonnen sind. Zu viel Leid haben sie bereits erfahren und sollen diese Erlebnisse in der Vergangenheit belassen können und in eine friedvolle Zukunft sehen. Unsere Kinder und Jugendlichen, die Kinder und Jugendlichen aus den geflüchteten Familien werden dadurch ein Gedankengut erleben, das ihnen die Möglichkeit gibt, Menschlichkeit in Zukunft als einen wesentlichen Teil ihres Daeinszweckes zu LEBEN!

    Auch wenn ich jetzt ein wenig vom Thema abkam, so gehört es für mich doch ganz fest zusammen.
    DAS ist auch der Grund, weshalb ich Dich immer wieder gerne und mit viel Freude und Einsatz unterstütze.

    Möge der Löwe an Deiner Seite die Schritte vom und zum Schenkraum weiterhin überwachen und uns die Möglichkeit aufrecht erhalten, Menschlichkeit zu leben!
    Da, wo sie nämlich gebraucht wird!

    DANKE!

    Joe White Wolf

  • #7

    Elfriede Höller-Jandl (Dienstag, 22 November 2011 20:33)

    Hallo Sonja!
    Also ich bewundere deine Arbeit schon lange und auch die Stärke mit dem du das alles machst. Ich kann dir in Sachen Finanzamt helfen, hier hab ich die Möglichkeit alles zu erfahren, was du wissen willst. Bei Vereinsgründungen war ich acu schon zwei mal dabei auch hier kann ich dir beistehen. Also wenn du mich da brauchst komm ich zu dir.

  • JimdoPro
    #8

    Sonja (Mittwoch, 23 November 2011 22:24)

    Ihr Lieben!

    Also ich weiß gar net was ich sagen soll. Ihr machts mich sprachlos. Vielen Dank für alle Angebote und Kommentare und Worte...
    Es ist gut zu wissen, sov iele Menschen neben sich stehen zu haben und nicht alleine zu sein... Und wenn ich was brauch meld ich mich und im Moment ist das alles einfach nur sehr VIEL und ich brauch Klarheit....
    Heute hatte der Schenkraum offen und es hat sich so viel bewegt, so viel getan, ich war Abends noch beim Vermieter der Zimmer, wo die Leute leben und hab mit ihm gesprochen....
    Es tut sich so wahnsinnig viel....

    VIELEN DANK euch allen. Jeder von euch ist ein Sonnenstrahl.

    Sonja

  • loading